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 [Spielstart] Die Sonne geht auf......

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BeitragThema: [Spielstart] Die Sonne geht auf......   Sa Aug 31, 2013 2:03 pm

Ein Tag im Leben eines Wartungsarbeiters...

Das Terminal neben Eddie Rooneys Bett flackert hell auf und projiziert die Uhrzeit in großen scharlachroten Lettern an die graue Stahldecke des fensterlosen Quartiers.
„Arbeiter 0023. Abteilung 7. Replikatorwartung. Schichtbeginn: 6:00 Uhr.“ sagt sie, der körperlose Succubus mit der nasalen Computerstimme. Eddie wacht davon sofort auf. Konditioniert bis ins letzte Molekül. Dösen ist nicht produktiv und macht den Tag nicht bunter. Eddie richtet sich her. Auf Hygiene und ein gestriegeltes Erscheinungsbild wird viel Wert gelegt. Eine Klausel dazu taucht sogar in den Vorschriften auf.
Zähneputzen, duschen, rasieren, Haare legen. Feststellen, dass das Wasser aus den Leitungen mittlerweile schmeckt wie fünf Tage abgestandenes Tafelwasser. Zu oft recycelt, nichts mehr drin, taugt nur noch als Spülmittel. Sogar ein Kaktus würde davon eingehen.
Die Uniform ist zuletzt dran. Wartet auf ihn, wie die Unterwäsche und Unterkleidung, im Bekleidungsfach. Alles portioniert, akkurat zusammengelegt, frisch und in unscheinbaren Grau. Die Farbe seines Energielevels innerhalb der Abteilung. So 'eyecatchy' wie das fantasielose Design dieser Fernsehserie, an die er sich noch erinnern kann, trotz dieses eigenartigen Vorfalls vor vielen Jahren. Immer mal wieder blitzt eine Szene davon in seinem Kopf auf. Eddie seufzt. An so einen Müll erinnert er sich, aber weiss nicht wer die Frau auf Lichtbildaufnahmen ist, die säuberlich aufgereiht am Wandspiegel gepinnt wurden, wo er sie jeden Morgen beim Durchchecken seines verklausulierten Erscheinungsbilds betrachtet und sich fragt, wer sie ist und ob es sie noch gibt. Oder je gegeben hat.
„Wir sehen uns heute Abend.“ Eddie verlässt sein winziges Zwei-Zimmer-Quartier. Es liegt nicht weit von seinem Einsatzort entfernt. Ein paar graue Korridore, beleuchtet mit kalten, seelenlosen Leuchtdiodenlicht. Ein kurzer Spaziergang durch eine weit freundlichere, verglaste Gangway. Seine einzige Begegnung mit Tageslicht einer richtigen echten Sonne, wenn er nicht die Gelegenheit bekommt private Replikatoren der oberen feinen Hundert zu warten.
Und schliesslich: Die Verteilerstationen der öffentlich zugänglichen Replikatoren. Den Daumen in den Scanner gedrückt, damit das System seine Anwesenheit erfasst, Werkzeug holen, Kollegen begrüßen, sich für Versäumnisse des Vortags vor dem Leiter der Abteilung rechtfertigen. Software und Hardware testen, prüfen, reparieren, rekalibrieren.
Eddie hat Ahnung von Programmierung. Weit weit mehr, als diese Arbeit es erfordert. Ihm schwirren tausend Ideen im Kopf herum. Optimierungen, Weiterentwicklungen, Erfindungen. Pläne. Aber er wagt es nicht sie aus seinem Kopf zu lassen. Jedes Terminal und Interface wird überwacht. Eddie hat sehr genau darauf Acht gegeben, seine Bürgerinformation so banal wie möglich zu halten.
Eddies Schicht geht zu Ende. Er verräumt sein Arbeitsgerät, verabschiedet sich von den Kollegen, bestätigt dem System mit seinem Daumenabdruck das Schichtende und geht den gleichen Weg zurück, den er gekommen ist. Keine Abweichungen, keine Überraschungen. Wäre das bequem gewesen...

Ein Tag im Leben einer Gentechnikerin....

Die ersten Sonnenstrahlen wecken Yu Nan. Sie öffnet vor dem Schlafengehen regelmässig das Fenstersiegel, damit die Sonne sie am Morgen wecken kann und das bevorzugt noch bevor das Terminal neben ihrem Bett anspringt und verkündet, dass ihre Schicht in einer Stunde beginnt. So kann sie noch ein bisschen liegen oder aus dem Fenster sehen und die Morgensonne genießen. Sie brennt jetzt schon und heizt das großräumige Quartier auf. Vor Yu's Fensteraussicht glitzert und funkelt die Solarkollektorenanlage. Ein paar der Photovoltaikplatten justieren sich sirrend nach. Dahinter flimmert die große,weite, leere Welt. Yu seufzt. Von Natur aus neugierig. Eine Qual ist das. Statt zu entdecken, was es zu entdecken gibt, schlüpft Yu aus ihrem weichen Bett, um das was da ist am Zerfall zu hindern.
„Guten Morgen, Chef-Koordinator der Abteilung Genetik und Reproduktion Yu Nan . Es ist 9:30 Uhr. Ihre Anwesenheit ist um 10:30 Uhr erwünscht. Einen produktiven Tag.“ Jaja. Yu ist auf dem Weg.
Zähneputzen, duschen, Haare legen. Ein bisschen Farbe für das Gesicht. Man ist privilegiert, aber muss trotzdem aussehen wie aus einer Versicherungswerbung. An so etwas kann sie sich noch erinnern. Aus der Zeit vor dem Absturz und dem eigenartigen Vorfall. Sie legt und steckt ihr Haar hoch, nach der Art der Frau die lächelnd von einem besseren Leben gesprochen hatte, wenn man ihrer Firma Geld gab. Mehr weiss Yu nicht mehr. Genauso leer wie jeder andere. Vom kleinsten Müllsammler bis zum Aufseher.
Oder doch nicht? Der Aufseher glaubt ganz fest an dieses Weltenschiff, von dem sie alle stammen sollen. Aber wenn es dieses Schiff tatsächlich gibt und kein erfundenes Datengespenst ist, hat es die Menschen hier längst vergessen.
Das Terminal an der Tür flackert auf. „Besucher.“ Yu tippt auf dem Screen die Abfrage an. „Edward Rooney. Replikatorwartung. Identifikationsnummer: 0023. Abteilung 7.“ Yu bestätigt. Die Tür gleitet mit einem seidigen 'Fffft' zur Seite auf. Yu gibt dem kleinen Mann in Grau einen kurzen Abriss zu den Problemen, die ihr Replikator seit einigen Tagen macht. Arbeiter 0023 nickt es wortkarg ab und macht sich an die Arbeit. Yu bedient das Terminal in ihrem Schlafzimmer. Das Fenstersiegel schliesst sich und sperrt die Außenwelt dahinter aus. Gleichzeitig flackert die Leuchtdiodenbeleuchtung auf. Die Frau verdient eine Menge EEs. „Beeilen Sie sich bitte. Ich habe nicht viel Zeit.“
Arbeiter 0023 nickt wieder und versichert nicht lange zu brauchen. Tatsächlich sind die Probleme mit einem kurzen Einklinken und Rekalibieren aus der Welt geschafft und Arbeiter 0023 verabschiedet sich. Yu freut sich und repliziert sich seit Tagen den ersten heißen Kaffee, bevor sie sich auf den Weg macht.
Was Yu nicht weiss...Arbeiter 0023 ist ein cleverer Kerl mit Plänen und Talent. Der replizierte Kaffee verschickte gleichzeitig ein Datenpaket aus ihren persönlichen Aufzeichnungen.
Und weil Yu nichts davon weiss und ihre Arbeit vorbildhaft erledigt, ist sie ausgesprochen überrascht die dunkle, unheilverkündende Erscheinung eines PSI-Agenten der Inneren Sicherheit in ihrem Quartier anzutreffen, als sie von ihrer Schicht nach Hause kommt....


Was ein Wartungsarbeiter am Abend tut, wenn leitende Gentechniker von PSI-Agenten verhört werden....

Nach dem Schichtende und dem Loswerden der Uniform macht sich Eddie auf zum Nordsektor über ein Gewirr aus abgeschlossenen Korridoren, offenen und verglasten Gangways und ein paar Lifts. Die Bar, die er ansteuert liegt am Ende einer kleinen Halle mit schmucklosen Glasdach, in der lizensierte Materialreplikatorenbesitzer Alltagsware, streng reglementierten Luxusartikeln und portable Technik zugänglich machen. Gegen EEs versteht sich. Ein paar einheimische Pflanzen und Bänke, Gäste der Bar, die während sie etwas trinken den Sternenhimmel über ihren Köpfen schätzen, warme anonyme Körper die sich für EEs für eine Nacht mieten lassen, allerdings nur unter der Hand...
Über dem Eingang zur berüchtigesten Bar der Enlave hängt die Leuchtreklame in roten, blauen und grünen Lettern. Links und rechts blinkt ebenso bunten Gewirr aus Barmotiven. Ein Zugeständnis an das organisatorische und diplomatische Talent des Betreibers. Das „Opodopo“. Billig, grell, bunt. Herrlich. Eine Wohltat für Eddies von Grau gebeutelten Augen.
Dahinter unterscheidet sich die Bar jedoch nur wenig von den drei der anderen Sektoren. Grau, blau, blechern und kahl. Dunkler ist es. Manche von den Leuchtdioden sind auf Ultraviolett umgestellt und lassen die mit fluoriszierenden Beisätzen ausgestatteten Drinks in den dunklen Ecken leuchten. An den Wänden sind Haufenweise Fotos aufgehängt worden von Menschen, die niemand mehr kennt. Eddie ist nicht der einzige, der den nutzlosen Erinnerungsstücken einen Zweck zugewiesen hat, statt sie zu entsorgen. Dazwischen finden sich Poster von Landschaften, die hier niemand je gesehen hat, Werbeplakate von Dingen, die hier niemand kaufen kann und etwas sehr markantes. Ein großes Banner über dem Tresen, das ein verdammt großes, konisch geformtes und aus mehreren Modulen bestehendes Raumschiff zeigt. Darüber prangt der Schriftzug: TILRAUN.

Eddie betrachtet es stets einen Moment, bevor er sich an den Tresen setzt. Dahinter steht schon wartend der Barbetreiber. Ein großes, stämmiges, bärtiges Schaf von einem Mann, der sich außerordentlich über Eddies unscheinbare Anwesenheit freut. „Hallo, Hektor.“


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BeitragThema: Re: [Spielstart] Die Sonne geht auf......   Mi Sep 25, 2013 7:14 am

Ein Tag im Leben eines PSI-Agenten

„Guten Morgen, Agent des PSI-Korps Jonathan Farrow. Es ist 6:30 Uhr. Sie werden um 7:00 Uhr in der Zentrale erwartet. 53 gemeldete Auffälligkeiten. 1  Fall von schweren Datendiebstahl. Einen erfolgreichen Tag.“
Vor dem näselnden Succubus im Netzwerkäther sind nicht einmal die oberen 300 sicher. Jon schält sich träge aus dem Bett und geht die gleiche Prozedur durch, wie jeder andere Enklavenbewohner jeden Morgen. Tag für Tag. Allerdings besteht seine Aufgabe darin diese durchstruktuierten Leben der anderen durcheinander zu bringen. Seine heimliche Leidenschaft befriedigt das aber nur sehr marginal.
Waschen, putzen, striegeln, anziehen. Letzter Check vorm Spiegel. Die Erscheinung darin ist genauso unpersönlich wie das schicke Quartier drum herum, in dem Neugierige nicht einmal einen Fussel finden werden, um Rückschlüsse auf den Bewohner machen zu können. Der dunkle Typ mit dem glatten Gesicht im schwarzen Anzug, hochgeschlossenen weißen Knopfkragen und markanten Agentenmantel ist weder sonderlich groß, noch sonderlich breit. Mitleidlose, schwarze Augen, eine Miene wie in Stein gemeißelt und nicht zuletzt der Titel „PSI-Agent“ tun dagegen ihren zuverlässigen Dienst.
Das Quartier verlassen, ist das nächste Ziel die Zentrale des Nachrichtendiensts. Aus Sicherheitsgründen kann er nur dort die Informationen für seine Arbeit abrufen und für die Ermittlungen einpacken. Der Bau selbst fügt sich wie fast alles nahtlos in den großen Enklavenkomplex ein. Nur sein Inneres hebt sich vom üblichen Standard ab. Weiße Gänge, schwarze Böden, farbloses Licht, keine Fenster. Ein heller, klinisch sauberer Hive. Voller emsig stechender Hornissen. Und voller heimlicher Beobachter mit runden, glänzenden Augen.
Jon taucht nach etlichen Versicherungen, dass es sich auch tatsächlich um ihn handelt, ab in seinen Arbeitsbereich. Den Gemächern des Zauberers von Oz. Und da kommt auch schon die stellvertretende Oberwühlerin seines Teams. Janet. Immer penetrant auf Zack und sieht aus wie ihr Name. Mordsmässig attraktiv, aber zu glatt und durchperfektioniert. Zu ordentlich. Es blieb und bleibt beim Angucken. Während Jon sein Büro durch sein kleines Observatorium, wo weitere Teammitglieder mit toten, konzentrierten Augen im abgedimmten Licht in die blauen Holoscreens starren und ihre Hände den abgehackten Menütanz vollführen, sein Büro ansteuert, tippelt Janet emsig auf ihren viel zu hohen Stilettos - den gefährlichsten Schuhen der Welt - neben ihm her.
„Wir haben einen Diebstahl in Sektor N, Raster 23, Interface 2.87 festgestellt. Urheber ist unbekannt. Das Subjekt nutzte einen sehr alten Zugangscode, der noch im System herumschwirrte. Wir haben ihn bereits extrahiert und nachvollzogen. Der Code gehörte einem Agenten aus dem Service. Vor zwei Jahren verstorben. Irgendwer hat damals verpasst den Code zu sperren.“
„Soll öfter vorkommen.“
„Ja...äh. Ja. - Die Autorisation war dem Level angemessen begrenzt, aber reichte aus um sich in die gesicherten Datenbanken des Archivs reinzuhacken“
„Der Wandtresor?“
Janet zögert kurz, ehe sie antwortet. „Ja.“
Jon nickt und sagt nichts weiter dazu. Der 'Wandtresor' verdient aber weit mehr. Einen schockierten Blick. Ein verstörtes, zackiges Einatmen. Oder sogar einen unflätigen Fluch. Ja, ein Fluch. Das wäre passend gewesen. Janet fällt es kaum auf. Allerdings fällt Janet recht wenig auf, was nicht auf einem Tablet erscheint. Doch es gibt andere. Er muss besser aufpassen.
„Konnte schon festgestellt werden, was kopiert wurde?“
„Ja. Alte Verzeichnisse und Akten von Subjekten, die in den offiziellen Verzeichnissen nicht mehr registriert sind. Ausnahmslos Personen, die sich der Enklave vor dem Vorfall entzogen haben.“
„Interessant...“
„Die Analyse hat jedoch noch kein verwertbares Ergeb...“ Da gleitet die Tür zum Büro vor Janets grundoptimierter Stubsnase kommentarlos zu und sperrt sie und ihre Theorien kaltschnäuzig aus.
Jon tritt hinter seinen Schreibtisch. Das gleiche standartisierte weiße bogenförmige Ding, das in jedem anderen Agentenbüro des PSI-Korps steht. Völlig nackt und unpersönlich mitten in einem nackten und unpersönlichen Raum ohne Fenster. Die Luft schmeckt wie überall im Hive nach Ozon und Luftaufwerter aus dem Umwälzer. Er tippt eine bestimmte Stelle auf der makellosen glatten Oberfläche an und öffnet ein eingebettetes Bedienelement mit dem er das Holo-Interface mit einem Retina-Scan aktiviert. Dies entfaltet sich um den Tisch und hüllt den Agenten ein wie ein blauschimmernder Kokon. Von innen heraus legt er Menüs um, zieht Verzeichnisse und einzelne Dateien heran, lässt Informationen runterlaufen und rotieren und speist sein vom 'Observatorium' getrenntes, autonomes System mit den bisherigen Ermittlungen seines Teams. Während die Übertragungen laufen lässt er sich in dem schwarzen, gepolsterten Ledersessel nieder und holt aus einem Inlay seines Jackets ein altes Foto heraus. Digital aufgenommen, analog gedruckt. Selten, aber noch in Mode. Für die Nostalgie.
Er betrachtet das Bild lange. Es zeigt eine ernst und etwas traurig blickende Frau in einer Momentaufnahme. Sie sieht aus wie er. Jeder Zug und jede Falte. Eine weibliche Ausgabe seiner selbst. Und er hat nicht den geringsten Schimmer wer sie ist. All seine psionischen Fähigkeiten und sein eiserner Wille hat diese kleine Information bis heute nicht aus seinem Hirn quetschen können. Die einzige Information, die vor ihm sicher ist und scheinbar sicher bleiben will.
„Sir?“ Die attraktive Stimme, der attraktiven Janet, die sich über das Intercom meldet. Immer auf Zack.
„Ja?“
„Die Motiv-Analyse hat noch keine verwertbaren Ergebnisse geliefert. Die Daten sind, bis auf die Brisanz ihrer Sicherheitsstufe, im Grunde wertlos. Kelso verfolgt eine Spur und kann die gestohlenen Daten mit neunzig prozentiger Sicherheit lokalisieren. Bisher wurde jedenfalls noch kein Download registriert.“
„Danke, Janet.“ erwidert er leidenschaftslos. „Weitermachen.“ Braves, gut konditioniertes Team. Wozu steht er noch auf? Achja. Computer reichen nicht überall hin. Er greift ins Holo-Interface vor sich und holt die tausendfachen kleinen zu einer viereckigen Collage angeordneten Echtzeitaufzeichnungen von verborgenen Kameras innerhalb der Enklave. Erschreckend viele gucken in private Wohnquartiere. Genau die geht er durch. Findet zwei die es treiben, schaut ein bisschen zu. Findet eine Frau beim Ankleiden. Klein, zierlich, hübsch. Bisschen aufgewertet. Gentechnikerin. Aha. Ab in die Bürgerinformation. Leitende Position. Beschäftigt sich in ihrer Freizeit mit geographischen und zoologischen Aufzeichnungen. Haben wir Sehnsucht nach der Welt da draußen? Pflegt persönliche Informationssuche nach der TILRAUN und der Entstehungsgeschichte der Enklave, sowie mediale Erzeugnisse, denen nicht die liebliche Miss Carmen Fox und ihr Konsortium von Karten ablesenden Zombies vorsteht. Sieh an. Lässt sich nutzen.
Was macht denn sein Lieblingwartungsarbeiter 0023 so...
„Eddie...du Hund. Du knallst da nicht gerade die Frau deines besten Freundes, während deiner Schicht.“
Jon gönnt ihm noch die Minute. Dann meldet sich bei Eddie ein ganz besonderes Darknetphone. Das sicherste innerhalb der ganzen Enklave. Die Verbindung zwischen zwei Gehirnen.

Wie es nichtsahnenden Gentechnikerinnen ergeht, wenn sie von PSI-Agenten eingesackt werden, die illoyale Gedanken hegen...

Yu hatte beteuert und beteuert. Und wieder beteuert. Sie versteht rein gar nichts, weiss nicht wovon Pat und Patterchen in dunklen Anzügen sprechen, während sie in diesem kalten, kahlen Raum sitzt, mit dem drohenden Schatten des PSI-Agenten im Hintergrund. Dieser beobachtet sie nur mit kalten Augen und schweigt. Die beiden anderen gängeln sie mit Fragen, die sie nicht beantworten kann, sie aber gegen ihren Willen bestätigt. Sie würde bestätigen, dass ihre Scheisse blau ist, wenn die zwei niederen Agenten des Service sie das fragen und jedes ihrer Worte als Antwort hindrehen.
Es dauert bis sie verstehen, dass Yu den Diebstahl nicht begehen konnte. Sie besitzt nicht einmal die Kenntnisse, die nötig wären, um eine Ampelkreuzung lahm zu legen. Wie konnte sie sich dann in die hochgesicherten Bereiche des Archivs hacken und ein Paket Daten ins Netzwerk schicken, das sich wie eine Ratte durch alle Windungen hindurch stiehlt, bis sie vom Rattendompteur bei einer günstigen Gelegenheit wieder eingefangen werden kann.
Aber vermutlich gehört das nur zu irgendeiner Show. Das kann man auch mit viel guten Willen nicht ernstnehmen, nicht von Yus Seite aus. Sie machen sie nun zum Komplizen des ominösen Hackers. Schöner Komplize. Schickt dieses hochbrisante Paket durch seinen eigenen Replikator zum nächsten Zielpunkt. Ha ha. Wann soll man anfangen zu lachen?
Plötzlich tritt der PSI-Agent aus dem Hintergrund und bringt die beiden Serviceagenten zum Schweigen. Allein dafür ist Yu einen kleinen, flüchtigen Augenblick diesem Hai dankbar. Er sagt kein Wort, er lehnt sich nur zu Yu rüber und sieht ihr mit einer Seelen entblößenden Art tief in die Augen, die ihr zu einer anderen Gelegenheit das Höschen gelockert hätte. Wäre da nur eine Spur Wohlwollen. Ein kleiner Fitzel Menschlichkeit.
Nicht jetzt und nicht für sie. Yu hörte, diese Psychos könnten nicht nur Zeug durch die Gegend schweben lassen, sondern auch Gedanken lesen. Doch vor dem, was dieser Agent mit ihrem Verstand macht, hatte keins dieser Gerüchte sie vorwarnen können. Auseinander geschält bis in die letzten Bits ihres Gehirns und splitternackt in der Dunkelheit, ohne auch nur die Illusion eines Schutzes zwischen ihr und dem Schänder.
Bis Bewusstlosigkeit die ersehnte Erlösung verspricht. Die Welt hört auf mit einem einzelnen, flüchtigen Gedanken.
„Ich wollte doch nur wieder Kaffee trinken....“
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